Kirchenchor St. Michael – Chorleben 2019/2020

 

Den Sonntagsgottesdienst am 03.02. gestaltete der Chor mit „Der Herr ist mein Hirt“ von B. Klein, „Nun bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe“ von U. Wolf, „Salvum fac regem, Domine“ von M. Hauptmann, „Oculi omnium“ von C. Wood und „Rejoice in the Lord“ von C. Tambling.

Am Sonntag, 17.03., brachten wir „Die mit Tränen säen“ von F. Kiel, „O Domine Jesu Christe“ von G. Aichinger, „Christus factus est“ von F. Anerio und „Panis Angelicus“ von R. Dubra zu Gehör.

Am 19.03. verstarb unser früheres Chormitglied Herr Klaus Tresp. Frau Monica Richling nahm an der Beisetzung am 01.04. teil.

Am Karfreitag sangen wir die Johannes-Passion von U. Wolf und am Ostersonntag führten wir die „Missa Sancti Amandi“ von J. M. Haydn für Chor und Orchester auf.

Am 04.04.verstarb Frau Agnes Schmiga, die 34 Jahre im Chor mitgesungen hatte und danach passives Mitglied war.

Der Chorausflug am 07.07. führte uns zuerst nach Baden-Baden, wo wir eine ¾ Stunde mit dem Touristen-Bähnle fuhren und die wichtigsten Attraktionen der Stadt erklärt bekamen. Danach gingen wir zur Stiftskirche hinauf und machten unterwegs ein Fotoshooting. In der Kirche sangen wir einige Lieder. Nach dem Mittagessen im Restaurant Waldseebad fuhren wir mit dem Bus weiter zum Unimogmuseum in Gaggenau. Dort war an diesem Sonntag Aktionstag. Es gab keine Führung, aber verschiedene Vorführungen. Nach einem kleinen Umtrunk fuhren wir nach Tübingen zurück.

Am Sonntag, 14.07., verschönerte der Chor den Gottesdienst mit „Gott, sei mir gnädig“ von M. Hauptmann, „Wir glauben Gott“ von T. A. Frank, „Danket dem Herren“ von H. von Herzogenberg und „Geborgen in dir Gott“ von R. Schäfer.

Unser Grillabend am 25.07. fand wieder auf dem Innenhof bei der Kirche statt. Es gab viele mitgebrachte Speisen zum Essen und Josef Strobel begleitete unseren Gesang mit seiner Gitarre. Es war ein schöner Abschluss vor den Sommerferien.

Im Sonntagsgottesdienst am 06.10. erklang „Preist den Herrn“ von B. Hummel, „Cantate ´Domino“ von G. Croce, „Meine Seel ist stille zu Gott“ von M. Hauptmann und „God be in my head“ von J. Rutter.

Am Samstag, 09.11., fand zum 70jährigen Jubiläum des Chores ein Festgottesdienst statt, der von Pfarrer Thomas Steiger zelebriert wurde und in dem wir „In die angustiae“ von C. G. Reissiger, „Dirigatur oratio mea“ von M. Brosig, „Wir glauben Gott“ von T. A. Frank, „Der Herr ist mein Hirt“ von B. Klein und vom Altarraum aus das „Locus iste“ von A. Bruckner sangen. Danach fand die Jubilarenehrung durch Herrn Steiger statt. Es wurden Martin Fischer für 10 (eigentlich 11) Jahre, Anna Schmitz und Stephanie Richling für 15 Jahre, Christa Ullmann für 30 Jahre, Gabriele Hönes für 40 Jahre, Eva-Maria Fischer und Josef Strobel für 45 Jahre, Thomas Schmiga für 50 Jahre und Margarete Ulmer, Hanne Günzer und Hans Schleeh für 60 Jahre Mitsingen im Chor geehrt. Frau Ullmann wurde außerdem aus dem Chor verabschiedet. Nach dem Gottesdienst fand ein gemütliches Beisammensein im Gemeindesaal statt, das von der Kirchengemeinde organisiert worden war und bei dem es einen Umtrunk, ein Buffet und verschiedenes von einigen Chormitgliedern mitgebrachtes Fingerfood gab. Prof. Andreas Holzem hielt einen längeren interessanten Vortrag mit Bildern zur Geschichte der Gemeinde bzw. Kirche St. Michael.

An Weihnachten führte der Chor die „Missa in C“, KV 258, die sog. Spaur-Messe von W. A. Mozart für Soli, Chor und Orchester auf.

Unsere Jahreshauptversammlung fand am 30.01.2020 ab 21 Uhr statt. In ihrem „Jahresbericht  2019“ sprach die Vorsitzende Frau Richling einen herzlichen Dank an Frau Ulmer aus für die Arbeit, die sie in den 28 Jahren als Vorsitzende des Chors geleistet hat. Frau Gabriele Hönes dankte sie für die Arbeit beim Dekorieren der 3 Fotostellwände mit Bildern aus 70 Jahre Chorgemeinschaft und für die Gestaltung des Werbeflyers für neue Mitsänger/innen. Chorleiter Ulrich Wolf sagte, dass am Karfreitag die Choralsätze aus der Johannespassion von J. S. Bach gesungen und am Ostersonntag noch einmal die „Missa in C“, sog. Spaur-Messe von W. A. Mozart aufgeführt würde. Leider ist ja alles ganz anders gekommen, da seit 15. März keine Gottesdienste mehr stattfinden dürfen. Frau Hönes gab bekannt, dass der diesjährige Ausflug am 28. Juni nach Rottweil zum Thyssen-Turm gehen würde. Ob das wohl klappt?

Wer Lust verspürt, im Kirchenchor mitzusingen, ist herzlich zu den Chorproben donnerstags von 20-22 Uhr im Gemeindehaus von St. Michael eingeladen.

Eva-Maria Fischer, Schriftführerin

 

 

70 Jahre Kirchenchor St. Michael Tübingen

 

Der 9. November 2019 war nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für den Kirchenchor St. Michael ein Tag der Freude, da er da auch sein 70jähriges Bestehen feierte.

Der Festgottesdienst um 18.30 Uhr wurde von Herrn Thomas Steiger zelebriert und vom Chor musikalisch gestaltet. Nachdem der Chor am Ende des Gottesdienstes das „Locus iste“ von Anton Bruckner im Altarraum gesungen hatte, erfolgte die Ehrung der Jubilar/innen durch Herrn Steiger. Geehrt wurden Martin Fischer für 11Jahre, Anna Schmitz und Stephanie Richling für 15 Jahre, Christa Ullmann für 30 Jahre, Gabriele Hönes für 40 Jahre, Josef Strobel und Eva-Maria Fischer für 45 Jahre, Thomas Schmiga für 50 Jahre und Hans Schleeh, Hannelore Günzer und Margarete Ulmer für 60 Jahre Mitsingen im Chor. Bei Frau Fischer hob Herr Steiger hervor, dass sie schon fast 19 Jahre als Schriftführerin tätig ist, und bei Frau Ulmer betonte er, dass sie 28 Jahre Vorsitzende des Chors gewesen ist. Die für 10 und 15 Jahre geehrten Sänger/innen erhielten eine Anerkennungsurkunde, die für 30 und 40 Jahre geehrten Chormitglieder bekamen eine Urkunde, Frau Hönes außerdem ein Ehrenzeichen in Gold und Frau Ullmann eine „Entlassungsurkunde“ wegen des Ausscheidens aus dem Chor. Zum 50. bzw. 60. Jubiläum wurde den Jubilar/innen ein Ehrenbrief vom Cäcilienverband, den Herr Steiger unterschrieben hatte, und ein Ehrenbrief von Bischof Fürst ausgehändigt. Außerdem erhielten alle Jubilar/innen die von ihnen ausgewählten Geschenke vom Chor überreicht.

Nach dem Gottesdienst fand im Saal des Gemeindehauses ein Umtrunk statt. Außerdem waren Häppchen hergerichtet und einige Chormitglieder hatten noch verschiedenes Fingerfood mitgebracht. Herr Manfred Pohl vom Kirchengemeinderat und der Ehrenamtskoordinator Martin Hüttl hielten kurze Reden. Herr Pohl hob dabei die gute Arbeit des Chors hervor. Anschließend hielt Prof. Andreas Holzem einen längeren, interessanten Vortrag mit Bildern über die Geschichte der Gemeinde bzw. Kirche St. Michael.

Prof. Holzem berichtete über die „Geschichtswerkstatt St. Michael“ (1949-2019). 1947 wurde von Architekt Barth eine Kirche mit 350 Sitzplätzen für die damals rund 1700 Katholiken im Tübinger Süden entworfen. Am 06.11.1949 weihte Bischof Carl Joseph Leiprecht die neu gebaute Kirche ein. Vikar Hugo Rathgeb betreute von St. Johannes aus die Gemeinde, die durch den Zuzug katholischer Vertriebener rasch wuchs. 2 Projekte beschäftigten die Gemeinde St. Michael schon bald: der Bau eines Wohnheims für Flüchtlingsstudenten auf der Nordseite der Kirche und die Errichtung einer behelfsmäßigen Unterkunft für einen Kindergarten. Das Studentenwohnheim wurde 1952 bezogen und 1953 vom Orden der Sorelle della Misericordia in Verona übernommen. Die Schwestern führten das Heim als Carlo-Steeb-Heim weiter und errichteten 1954 einen Anbau zur Aufnahme einer Kindertagesstätte mit Kindergarten, -tagesheim und -hort. 1964 wurde diese Einrichtung vergrößert. Erst 2008 hat die Katholische Gesamtkirchengemeinde Tübingen die Trägerschaft für das Kinderhaus übernommen. 1955 wurde St. Michael eine selbständige Kirchengemeinde. Da sich der Kirchenraum sehr schnell als zu klein erwies, wurde Architekt Helmut Basten aus Tübingen mit der Planung einer Erweiterung beauftragt: das südliche Seitenschiff wurde angebaut. 1965/66 wurde auch noch ein neues Gemeindezentrum zwischen der Kirche und dem Carlo-Steeb-Heim gebaut. 1987/88 fand eine Innen- und Außenrenovierung der Kirche statt. Während dieser Zeit feierte die Gemeinde ihre Gottesdienste in der evangelischen Eberhardskirche. 1997 wurde beschlossen, eine gemeinsame „Kirche am Eck“ zu bauen. Nach dem Abriss des seitherigen Gemeindehauses wurde 2015-2017 dort das neueste Gemeindehaus gebaut. Im Herbst 1983 konnte erstmals die Stelle eines Pastoralreferenten mit Dr. Reinhard Pfau besetzt werden. Am 21.07.2013 wurde Pfarrer Thomas Steiger verabschiedet, der seit 1999 Pfarrer von St. Michael gewesen war und seit 2013 Hörfunkpfarrer beim Südwestrundfunk ist. Seither hat St. Michael keinen eigenen Pfarrer mehr. Pastoralreferent Stefan Müller-Guggemos ist im Sommer als Dekanatsreferent nach Rottenburg gegangen. Auch diese Stelle fällt jetzt weg.

Zum Themenbereich „ Gemeindeleben und Liturgiereform“ der Geschichtswerkstatt gehören der Gottesdienst an Fronleichnam vor St. Eberhard am 17.06.1954, die Abend-Jugendmessen im Oktober 1952, die Einführung der Vorabendmesse am Samstag am 1. Advent 1967, der Beginn vom Feiern eines Gottesdienstes für Kleinkinder parallel zum Hauptgottesdienst im Gemeindesaal auf Initiative von Schwester Davidica 1984, im Jahr 1974 die Einführung. von Ministrantinnen, seit 1974 regelmäßiges Feiern von ökumenischen Gottesdiensten und 1994 die Verlegung der Osternacht auf den frühen Sonntagmorgen. Es fehlen aber noch entscheidende Reformen, z.B. das Frauenpriestertum. - Die Flüchtlinge waren damals in Tübingen nicht so beliebt. Ein Problem stellte der Wennfelder Garten dar. Katholische Kinder wurden gehänselt. Das Kinderhaus war aber immer offen für Kinder anderer Konfessionen und Religionen. - Zum Themenbereich „Jugendarbeit in St. Michael“ gehören die Pueri cantores als Sternsinger (06.01.1962). - Zum Themenbereich „Lebendige Gemeinde St. Michael“ gehören der 1. Altennachmittag, der am 07.11.1967 auf Initiative von Hedwig Rathgeb und der Seelsorgehelferin Eleonore Fehrenbacher stattfand und aus dem sich später der Club St. Michael entwickelte. 1968 wurde erstmals ein Kirchengemeinderat gewählt. 1973 konstituierte sich ein erster Familienkreis dank einer Initiative von Schwester Carlagnese, dem 5 weitere Familienkreise folgten, die mit 1 Ausnahme alle bestehen blieben. Der Familienkreis 1 begründete zusammen mit Schwester Carlagnese 1973 die Tradition der monatlichen Familiengottesdienste. Seit 1976 gibt es den Besuchsdienst älterer, kranker und auch neu zugezogener Gemeindemitglieder, der von der Caritas-Konferenz getragen wird. Die Initiative zur Gründung der Konferenz ging von Frau Maria Vetter aus. Bei diesem Themenbereich sind auch der Jugend- und Familiengottesdienst am 29.03.1981 und die Erstkommunionen 1981 und 1987 (?) erwähnenswert. Außerdem wurden eine Flötengruppe, Theatergruppe und der Arbeitslosentreff gegründet.

Eva-Maria Fischer, Schriftführerin