Herzlich willkommen in St. Ägidius Hirschau!

Maskentragen im Gottesdienst

Erfreulicherweise konnte aufgrund der positiven Entwicklung der Pandemie die Verpflichtung zum Tragen einer Maske während des Gottesdienstes seit Mai aufgehoben werden.

Dennoch bitten wir insbesondere im Interesse vulnerabler, aber auch aller anderen Gottesdienstbesucher dringend darum, auch weiterhin während des gesamten Gottesdienstes eine Maske zu tragen. Vielen Dank!

 

Mariä Himmelfahrt

Am Sonntag, den 14. August 2022, um 9.30 Uhr feiern wir das Hochfest "Mariä Aufnahme in den Himmel", auch bekannt als "Mariä Himmelfahrt". Dieses Fest wird bereits seit dem 5. Jahrhundert gefeiert. Neben den Legenden, die immer wieder Blumen und Kräuter im Zusammenhang mit Marias Tod erwähnen, ist die Entstehung der Traditionen und Gebräuche zum Marienfest auch auf das Hohelied zurückzuführen, das im Alten Testament der Bibel zu finden ist. Maria wird dementsprechend als "Blume des Feldes und Lilie in den Tälern" (Hohelied 2) verehrt.

Da dieses Fest in der Zeit liegt, in der besonders reich geerntet wird, liegt außerdem eine Verbindung zu Pflanzen und zur Ernte nahe.  In der katholischen Kirche ist es daher bis heute Brauch, zu Mariä Himmelfahrt eine Kräuterweihe vorzunehmen. Es wäre schön, wenn Sie auch dieses Jahr wieder Kräutersträuße in den Gottesdienst mitbringen würden, die dann geweiht werden!

 

Patrozinium

Am Sonntag, den 4. September 2022, feiern wir das Patrozinium, sozusagen den Namenstag unserer Kirche St. Ägidius. Der Hl. Ägidius soll Anfang des 8. Jahrhunderts in Frankreich als Einsiedler gelebt haben und wurde der Legende nach von einer Hirschkuh ernährt, der er einen Jagdpfeil entfernt hatte – deshalb trägt seine Statue in der Kirche einen Pfeil in der Hand. Das Buch, das er ebenfalls trägt, steht für die Ordensregel in seiner Zeit als Abt im Kloster Saint-Gilles. Zu Lebzeiten war er ein guter Berater für alle Menschen bis hin zum König. Er zählt zu den 14 Nothelfern und ist Schutz­patron einiger heute seltener Gruppen wie Hirten, Pest- und Aussatzkranke, aber auch zuständig für zeitlose Probleme wie Dürre und Sturm, Krebsleiden, geistige Not und Verlassenheit sowie für eine gute Beichte.

 

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt in der Kirchengemeinde St. Ägidius Tübingen-Hirschau

Der Kirchengemeinderat hat ein institutionelles Konzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt verabschiedet. Denn alle Menschen sollen in unserer Kirchengemeinde einen Raum zur Begegnung miteinander und mit Gott finden. Sie sollen sich sicher fühlen und ihre Persönlichkeit und ihren Glauben entfalten können. Alle haben das Recht auf den Schutz ihrer Würde und ihrer Gesundheit. Sie haben das Recht auf Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt.

Die Prävention von sexuellem Missbrauch ist deshalb integraler Bestandteil der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie erwachsenen Schutzbefohlenen. Ihre ganzheitliche personale Entwicklung soll gefördert werden. Ihre Würde und Integrität sowie ihre Rechte müssen geachtet werden. Übergriffiges Verhalten ist dazu zu unterlassen; psychische und physische Grenzverletzungen sind zu vermeiden. Dafür ist es erforderlich, den eigenen Umgang mit Nähe und Distanz ständig zu verbessern. Um dies institutionell sicherzustellen, hat sich unsere Kirchengemeinde ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt gegeben.

Dieses Schutzkonzept wird ergänzt durch solche der Kinderhäuser der Gesamtkirchengemeinde Tübingen und wurde in Kooperation mit den Ministranten und anderen gemeindlichen Gruppierungen erarbeitet. Es beinhaltet sowohl Verantwortlichkeiten unserer Kirchengemeinde als auch der Gesamtkirchengemeinde Tübingen. Soweit wir mit Verbänden, Vereinen, ökumenisch oder mit der bürgerlichen Gemeinde zusammenarbeiten, setzen wir uns dafür ein, dass auch in diesem Kontext Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Erster Schritt hierzu sind eine entsprechende Personalauswahl, -sensibilisierung und -fortbildung sowohl im Hinblick auf Haupt- oder Nebenamtliche als auch auf Ehrenamtliche. Alle, die in Kontakt mit Kindern, Jugendlichen oder erwachsenen Schutzbefohlenen stehen, müssen einen Verhaltenskodex und eine Selbstauskunftserklärung unterschreiben sowie je nach Intensität des Kontakts regelmäßig ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen und an mehr oder weniger intensiven Schulungen teilnehmen.

Sehr wesentlich sind aber auch Rückmeldungen, seien sie anonym oder persönlich, seien es solche bezüglich struktureller Probleme oder konkreter Grenzverletzungen. Verantwortlich ist hierfür stets der Leitende Pfarrer Ulrich Skobowsky. Ansprechpersonen in unserer Kirchengemeinde sind Doris Lorenz und Jan Kindersberger, erreichbar über das Pfarrbüro. Jede Rückmeldung ist uns wichtig und willkommen und wird ernstgenommen und verfolgt!

Im Falle des Vorwurfs einer aktuellen Grenzverletzung ist primär der Schutz des Betroffenen sicherzustellen. Sekundär geht es um eine sorgfältige Wahrnehmung und Bewertung der Situation und des Gefährdungspotentials, um Schritt für Schritt das weitere Vorgehen planen zu können. Hierzu gehört normalerweise auch eine Information der zuständigen staatlichen Stellen wie z. B. Jugendamt, Staatsanwaltschaft usw., sofern ausreichende Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat vorliegen. Bei Beschuldigungen, die sich gegen haupt-, neben- oder ehrenamtliche Mitarbeiter richten, informiert der Leitende Pfarrer auch unmittelbar die diözesane Kommission sexueller Missbrauch. Ehrenamtlichen kann vorübergehend eine Tätigkeit untersagt werden, bis die Vorwürfe geklärt sind. Aber auch Vorwürfe, die die Vergangenheit betreffen, arbeiten wir sorgfältig auf, suchen Optimierungsmöglichkeiten und stehen für Gespräche mit Betroffenen bereit. Jährlich am 18.11. wird in den Tübinger Kirchengemeinden reihum ein Gebet- und Gedenktag für Missbrauchsopfer begangen.

Im Sinne einer Prävention werden Themen der Achtsamkeit und Verantwortung in regelmäßigen Abständen auf die Tagesordnung des Pastoralteams und des Kirchengemeinderats genommen.

Bei Vermietung bzw. Überlassung kirchlicher Räumlichkeiten an Dritte ist dieses Schutzkonzept ebenfalls anzuerkennen und anzuwenden.

Den vollständigen Text des Schutzkonzepts lesen Sie gerne auf unserer speziellen Seite nach. Oder sprechen Sie uns an!

 

Genießen Sie Ihre Kirche

Mit Liegestuhl, Musik und Lektüre können Sie sich über die Ferien hinweg etwas ausruhen. Herzliche Einladung dazu!

Ihr Kirchengemeinderat von St. Ägidius

 

Kontemplatives Gebet

Kontemplation ist der innere Weg zu Gott, der Weg der Mystiker. Wir treffen uns regelmäßig alle 14 Tage montags um 20.00 Uhr im Gemeindehaus St. Urban. Nach einem kurzen Impuls zum Einstieg meditieren wir zweimal eine halbe Stunde in Stille. Nächste Termine: 15. und 29. August und 5. September 2022 (ohne Anmeldung!).

 

Gebet für den Frieden

Angesichts der dramatischen Ereignisse in der Ukraine möchten wir Sie einladen, für den Frieden zu beten. Vielleicht können und mögen Sie täglich um 12 Uhr beim Glockenläuten kurz innehalten und um Frieden beten.

In der St. Ägidiuskirche finden Sie beim "Kreuz der Hoffnung" (vor dem Marienaltar) Gebete für den Frieden, die Sie auch gerne mit nach Hause nehmen können.

Immer im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst werden wir ebenfalls für den Frieden beten.

 

Es ist Krieg - wir sind fassungslos.

In Verbundenheit mit vielen
flehen wir zu dir, Gott:
Damit Frieden sich ausbreitet!
Damit Menschen in Hoffnung leben können.
Ohne Angst vor Bomben und Granaten.
Gib denen Weisheit, die um Frieden verhandeln.
Sei bei den Menschen in der Ukraine.
Sei bei allen, die Angst haben und um ihr Leben fürchten.

Schenke Frieden, Gott,
der Ukraine und der ganzen Welt!

Stellungnahme des Kirchengemeinderats von St. Ägidius zur aktuellen Situation in der katholischen Kirche

Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinde,

das Münchner Missbrauchsgutachten erschüttert die katholische Kirche ein weiteres Mal. Zum Monatsbeginn erschien die Dokumentation in der ARD „Wie Gott uns schuf“ – selten wurde die Kirche so deutlich demaskiert. Das Schockierende ist: Jedes Gutachten zeigt immer dasselbe Bild! Gemeinsam mit dem Stuttgarter Stadtdekan Dr. Christian Hermes (www.kath-kirche-stuttgart.de / vgl. Interview im Schwäbischen Tagblatt vom 5.2.2022) stellen wir fest: Kirche verhält sich gegenüber den Opfern weitgehend gleichgültig und schützt mit allen Mitteln die klerikale Organisation. Aufklärung geschieht nicht durch eine eigene Aufarbeitung, sondern sie kommt von außen. Für jeden einigermaßen empathiefähigen und sozial empfindenden Menschen wäre es selbstverständlich, zuerst den Opfern zu Hilfe zu kommen und sich für sie zu interessieren. Hier aber agieren Amtsträger, die sich diese normale menschliche Regung erfolgreich abgewöhnt haben. Sie haben als oberstes Gebot den Schutz und das Ansehen der Kirche so verinnerlicht, dass sie Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern und Vertuschung von Missbrauch als vollkommen angemessen empfinden konnten. Die Opfer, die missbrauchten Kinder und Jugendlichen, sind viel zu lange vergessen worden. Opfer von Gewalt, egal welchen Alters und Geschlechts, wahrzunehmen und ihnen Recht und Stimme zu geben, ist menschlich und christlich geboten. Und es ist zutiefst im Sinne Jesu: Was ihr den Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan. Wie hoffen sehr, dass Entsetzen und Erschütterung nun zu einer echten geistlichen, menschlichen, theologischen und rechtlichen Umkehr der Institution Kirche führt. In dieser Hoffnung werden wir durch die professionelle Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in unserer Diözese bestärkt.

Der Vertrauensabsturz hat zugenommen, auch unter uns, Ihrem ehrenamtlich tätigen Kirchengemeinderat. Auch für uns, die wir uns in der Kirche engagieren, ist die Grenze des Erträglichen erreicht. Es tut uns persönlich weh zu sehen, wie die andauernden Skandale und das Führungsversagen in dieser Kirche alles überlagern. Eigentlich steht Kirche ja für das Gegenteil: für Menschenwürde und Freiheit, für Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Das ist die wesentliche Botschaft des Evangeliums und vieler Glaubenszeugen und Glaubenszeuginnen. Das überzeugt uns und gibt uns die Kraft, dabei zu bleiben, in der Kirche und im Kirchengemeinderat. Wir wollen, dass die Sache Jesu richtig und glaubwürdig gelebt werden kann. Das ist unsere Bitte an Sie, die Sie diese Zeilen lesen: Nehmen Sie uns wahr, was wir sind und tun? Ist das für Sie glaubwürdig und überzeugend? Ist das, was wir tun und wofür wir stehen, für Sie relevant? Dann hoffen wir, dass auch Ihre Entscheidung ist: bleiben und gemeinsam für Veränderung eintreten anstatt austreten und unbeteiligt sein.

Noch ein Thema liegt uns am Herzen: Die Kirche hat mit ihrer Unterdrückung, Verdrängung oder Verleugnung von Sexualität viel Schaden angerichtet. Dabei ging es nie um Freiheit und Selbstbestimmung erwachsener Menschen, sondern um Gehorsam mit kirchlicher Lehre. Das gilt auch für die Wahrnehmung von Menschen mit einer anderen als einer heterosexuellen Orientierung. Was müssen Schwule, Lesben, Transpersonen, Menschen wie wir, in unserer Kirche erleben, ertragen und erleiden durch unsensible, am Alten hängende, jede wissenschaftliche Erkenntnis verleugnende Kirchenmänner? Abgelehnte, diskriminierte und immer wieder übergangene Menschen, die „queer“ zu herkömmlichen Vorstellungen stehen, was sich gehört, was sich v. a. angeblich kirchlich gehört. Sie kämpfen darum, gesehen zu werden, ohne Vorbehalte kirchlich angestellt und in ihren Gemeinden akzeptiert zu werden. Auch wir als Kirchengemeinderat von St. Ägidius und als Gesamtkirchengemeinde Tübingen wollen neue Wege suchen, damit Menschen mit ihrer eigenen sexuellen Orientierung geachtet werden und wir uns respektvoll begegnen. Sich verstellen oder verstecken soll nicht mehr nötig sein. Auf diesem Weg bitten wir Sie, die Mitglieder der katholischen Kirche in Hirschau, mit uns als Kirchengemeinderat zu gehen. Wir wollen unsere Arbeit fortsetzen, auch und gerade in diesen schweren Zeiten – aber eben nicht einfach so, sondern nachdenklich, bescheiden, ohne Hoffnung und Liebe zu verlieren.

Für den Kirchengemeinderat von St. Ägidius:
Constantin Buhociu, Stefan Dolibasic, Eva Hartmayer, Dr. Stefan Ihli, Jan Kindersberger, Doris Lorenz, Gabriele Medam, Katharina Moser, Ingrid Nolte, Beate Predel, Theresia Schneider, Stefanie Wahle-Hohloch

 

Auf der Homepage der Gesamtkirchengemeinde https://katholisch-tue.de finden Sie Stellungnahmen, Informationen und weitere Links zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. So unterstützt das Pastoralteam der Gesamtkirchengemeinde das Outing von 125 Menschen, die sich hauptberuflich oder ehrenamtlich in unserer Kirche engagieren. Die Forderungen der Initiative finden Sie unter https://outinchurch.de

 

Impfen hilft allen!

Ein Aufruf der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Hirschau

Liebe Hirschauerinnen und Hirschauer,

nach wie vor ist das Corona-Virus nicht besiegt. Um das zu schaffen, müssen wir weiter alle mithelfen. Und wir sind überzeugt: Ein wichtiger Faktor ist die Impfung. Alle, die bis jetzt noch nicht geimpft sind, bitten wir deshalb herzlich:

Lassen Sie sich so bald wie möglich gegen das Corona-Virus impfen!

Sind Sie schon geimpft, lassen Sie sich bitte boostern! Nur eine Booster-Impfung schützt zuverlässig vor der Omikron-Variante. Egal, ob beim Hausarzt oder im Impfzentrum: Termine und Impfstoff gibt es inzwischen reichlich. Und auch die Erfahrung, dass die Impfung in aller Regel sehr gut vertragen wird. Falls Sie Hilfe brauchen bei der Terminvereinbarung oder beim Aufsuchen der Impfstelle, wenden Sie sich bitte an die Pfarrämter. Wir unterstützen Sie gerne!

Helfen Sie durch Ihre Impfung mit, dass wir möglichst bald wieder zu einem geregelten Alltag zurückkehren können. Zeigen Sie Solidarität mit Kindern und anderen Menschen, die aus medizinischen Gründen im Moment noch nicht geimpft werden können.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die durch ihre Impfung Solidarität mit der Gemeinschaft zeigen!

Ihre Doris Lorenz (Vorsitzende),
Gabriele Lutz (Pastoralreferentin)
und alle Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte der katholischen Kirchengemeinde St. Ägidius

Ihr Bernd Rilling (Vorsitzender),
Karoline Rittberger-Klas (Pfarrerin)
und alle Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte der evangelischen Kirchengemeinde Hirschau

Hauskommunion

Für Persononen, die eingeschränkt mobil sind, besteht immer am ersten Sonntag im Monat die Möglichkeit, die Hauskommunion zu empfangen. Bitte melden Sie sich bei Bedarf im Pfarrbüro unter Tel. 791374.

 

Persönliches Gespräch in diesen Krisenzeiten

Benötigen Sie Unterstützung bei Botengängen, Einkäufen oder nur mal zum Reden? Gerne dürfen Sie sich im Pfarramt (Tel. 07071/791374) melden! Von Herzen wünschen wir Ihnen, dass Sie gesund und behütet bleiben!