Tübingen war nach der Reformation evangelisch geprägt. Seit Gründung der ersten katholischen Gemeinde im Jahr 1807 hat sich das zahlenmäßige Verhältnis der beiden großen Konfessionen jedoch angenähert. Heute zählen rund 43% der Tübingerinnen und Tübinger zur Evangelischen Landeskirche, ca. 25% sind römisch-katholisch. Andere christliche Konfessionen, wie die Evangelisch-Methodistische Kirche oder Kirchen aus dem Bereich der Orthodoxie bilden das ganze Spektrum christlichen Glaubens ab. Die einzelnen Kirchengemeinden kooperieren dabei auf vielfältige Weise. Gegenseitige Predigteinladungen, ökumenische Gottesdienste zu verschiedenen Anlässen, Kooperation und gemeinsame Trägerschaft in vielen sozialen Feldern sind Elemente einer gelebten Ökumene. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) bekunden die Gemeinden aus den verschiedenen Konfessionen bei regelmäßige Treffen und Veranstaltungen ihre Bereitschaft, das Gemeinsame und Verbindenden zu suchen und zu stärken.