Den Gründonnerstag gestalten.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,
hier gibt es Anregungen, was ihr an Gründonnerstag zu Hause machen könnt. Falls ihr an Gründonnerstag und Karfreitag nur einen Gottesdienst miteinander feiern wollt, dann nehmt die Karfreitagsplanung – da ist die Erinnerung an Gründonnerstag mit aufgenommen.

Der Gründonnerstag ist der Tag, an dem wir an Jesu letztes Abendmahl denken und an seine Erinnerung – immer wieder miteinander Brot zu teilen – dann ist er mitten unter uns. Vielleicht wollt ihr ja an Gründonnerstag Fladenbrot backen und es dann miteinander teilen oder ihr besorgt euch Brot beim Bäcker, das ihr miteinander teilen könnt.
Gutes Gelingen wünscht euch das Kindergottesdienstteam St. Johannes!

Hier ein einfaches Rezept zum Backen:

Fladenbrotrezept
Zutaten: 1 Päckchen Trockenhefe
¼ l lauwarmes Wasser
100g Vollkorn-Mehl
400g Mehl
1 Teelöffel Salz
Mehl für die Hände
evtl. Olivenöl für die Fladen

Zutaten gut kneten bis eine Teigkugel entsteht. Den Teig ca. 20 Minuten gehen lassen.
Auf den Händen etwas Mehl verteilen und aus dem Teig flache Fladen formen. In der Mitte sind die Fladen etwas dünner, die Ränder etwas dicker. Mit einer Gabel einstechen. Evtl. mit Öl bestreichen und noch mal 15 Minuten gehen lassen. Die Fladen bei 200 Grad ca. 15-20 Minuten auf Backpapier oder einem gefetteten Blech backen.


Eine Agapefeier an Gründonnerstag:
Richtet euer Brot und evtl. Traubensaft für eure Feier auf einem Tisch her, um den ihr alle sitzen könnt. Stellt eine Kerze dazu und zündet sie an.
Singt oder hört gemeinsam ein Lied: Eines Tages kam einer (siehe grünes Liedblatt vom Palmsonntag).
Beginnen wir diese Agapefeier: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Hören wir die Geschichte vom letzten Abendmahl:
Es war die Zeit des Pas-chafestes. Wie alle frommen Juden wollte Jesus das Pas-chamahl mit seinen Freunden feiern. So schickte er zwei seiner Jünger einen Festsaal vorzubereiten. Da kam Jesus mit den anderen Jüngern. Sie waren schon den ganzen Tag unterwegs gewesen. Jetzt setzte sich Jesus mit ihnen an den Tisch. Die einen waren müde, die anderen erzählten noch völlig begeistert von all dem, was sie an diesem Tag mit Jesus erlebt hatten. Jedem ging etwas Anderes durch den Kopf - aber alle spürten, dass sie willkommen sind und dies ein besonderes Mahl werden würde. So saßen sie alle um den Tisch, wie wir jetzt.

Alle können an dieser Stelle gerne erzählen, was sie heute erlebt haben, oder wie sie sich gerade fühlen - Was geht dir – euch – uns durch den Kopf?

Die Jünger hatten schon oft mit Jesus Mahl gehalten und es war immer etwas Besonders. Doch heute war die Stimmung irgendwie anders. Jesus war so merkwürdig. Alle spürten, dass etwas Bedrohliches in der Luft lag. Es war der Abend, bevor Jesus an seine Feinde ausgeliefert wurde. Da nahm Jesus das Brot und sprach ein Dankgebet: „Gepriesen bist du Herr unser Gott, du schenkst uns das Brot. Du stillst unseren Hunger“. Dann brach er das Brot und sprach: „Nehmt und esst! Das bin ich für euch! Er nahm auch den Becher mit Wein und sprach ein Dankgebet: „Gepriesen bist du Herr unser Gott, du schenkst uns den Wein. Er ist Zeichen unserer Freude.“ Dann gab er den Becher an seine Freunde. „Tut dies immer wieder und denkt dabei an mich.“

Singt oder hört das Lied: Bist du groß oder bist du klein (grünes Liedblatt von Palmsonntag)
Bevor Jesus mit seinen Freunden Brot und Wein geteilt hat dankte er. Auch wir können Gott für vieles danken. Überlegt gemeinsam, wofür ihr dankbar seid.

Brot teilen: Jesus hat seinen Freunden beim letzten Abendmahl gesagt, teilt immer wieder miteinander Brot und denkt dabei an mich. Das wollen wir miteinander tun. Jede/r bekommt ein Stück Brot und dann essen wir gemeinsam und denken dabei an Jesus der uns im Brot ganz nahekommen will.

Evtl. gemeinsam an dieser Stelle den Traubensaft trinken und dabei an Jesus und das letzte Abendmahl denken

Abschluss:

Eine/r liest vor: Nachdem Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl gefeiert hatte, ging er in einen Garten. Er wusste, dass er sterben würde. Jesus hat die ganze Nacht gebetet. Er hat gebetet, dass er Kraft bekommt für das, was ihn am nächsten Tag erwarten würde.