Palmsonntag

entwickelt vom Kindergottesdienstteam St. Johannes in Tübingen

Liebe Kinder, liebe Erwachsene!

Hier bekommt ihr Anregungen, wie ihr den Palmsonntag zu Hause gestalten könnt. Der Palmsonntag ist ein besonderer Tag. Wir denken daran, wie Jesus nach Jerusalem gekommen ist und wie ihm die Leute zugejubelt haben.

Voller Freude haben sie Palmzweige genommen und ihm zugerufen: Hosianna in der Höhe, was bedeutet: Jesus, hilf uns und sei gesegnet.

Zur Vorbereitung des Palmsonntags (gerne schon am Samstag!)

  1. Ihr könnt Euch selbst kleine Palmbuschen machen. Eine Anleitung findet Ihr auf einem weiteren Blatt in der Tüte.
  2. Legt evtl. eure Playmobilfiguren/Legofiguren, Bauklötze/Legosteine, einen Esel und evtl. Puppenkleider zum Nachspielen/Mitspielen der Bibelgeschichte bereit. Aus den Legosteinen könnt ihr evtl. schon ein Stadttor bauen und ein oder mehrere Häuser
  3. Stellt euch eine Kerze und Streichhölzer bereit

Jetzt kann es losgehen:

Unsere Feier:

  1. Stellt eine Kerze in eure Mitte und zündet sie an.
  2. Beginnt mit dem Kreuzzeichen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.  

  1. Singt und oder hört gemeinsam das Lied: Eines Tages kam einer (siehe grünes Liedblatt)
  2. Voller Hoffnung haben die Menschen auf Jesus gewartet. Voller Freude haben sie Palmzweige genommen und ihm zugerufen: Hosianna in der Höhe!!

Begrüßen auch wir voller Freude und Hoffnung Jesus und bitten wir Gott um den Segen für die Palmzweige und für uns.  

Guter Gott, heute ist Palmsonntag.
An diesem Tag ist Jesus auf einer Eselin nach Jerusalem gekommen. Gemeinsam standen die Menschen am Weg und jubelten. Sie hatten Zweige in den Händen - auch wir haben unsere Palmzweige. Wir freuen uns, dass Jesus bei uns ist und dass wir ihn feiern dürfen,

Darum bitten wir dich: Guter Gott,
+ Segne diese Palmzweige, die Zeichen des Lebens, der Hoffnung und der Freude sind.
+ Segne alle, die diese Zweige in Händen halten.
+ Segne alle, mit denen wir verbunden sind und die wir gerade nicht treffen können.

Darum bitten wir dich  
Im Namen des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes. Amen. (Kreuzzeichen machen)

  1. Jetzt könnt Ihr die Frohe Botschaft von Jesus lesen/vorlesen und evtl. mitspielen: Wer mitspielen will baut nun Orte für die Geschichte auf:
  • legt den kleinen Palmbuschen bereit
  • baut ein Haus für Betanien auf und stellt einen Esel und einen Feigenbauer dazu – Betanien liegt nahe bei Jerusalem
  • baut ein Stadttor von Jerusalem und evtl. mehrere Häuser in Jerusalem
  • Stellt Jesus mit ein paar Jüngern kurz vor das Stadttor von Jerusalem
  • in Jerusalem und auf dem Weg nach Jerusalem warten viele Menschen
  • evtl. noch Puppenkleider bereitlegen


Geschichte: Der Esel Elias erzählt vom Einzug in Jerusalem

Ich bin der Esel Elias. (Esel in die Hand nehmen)Ich war ein junger Esel und wohnte bei einem Feigenbauer in Betanien. Ich half ihm bei seiner täglichen Arbeit. Eines Tages erlebte ich etwas ganz Besonderes. Es kamen zwei unbekannte Männer. (Jünger zum Feigenbauer laufen lassen)

Mein Feigenbauer fragte: „Was wollt ihr?“ Die beiden sagten: „Jesus braucht einen Esel.“ Ich war erschrocken. Was wollten die von mir? Mein Bauer überließ mich den beiden Männern und wünschte ihnen sogar einen guten Weg. Ich konnte es nicht fassen! Hatte er mich jetzt verschenkt oder verkauft? Ich wollte mich schon stur stellen. Aber am Gesicht meines Bauern sah ich, dass er froh war, dass sie mich holten. Ich hörte, wie er Verse aus seinem frommen Buch aufsagte: „Jerusalem, juble! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Esel.“ Da schlug mein Herz kräftig. In dem frommen Buch stand etwas von mir! Ein König sollte auf mir reiten. Ich wurde ganz aufgeregt und hielt meinen Kopf gleich etwas höher. Als wir losliefen riefen beide Männer: „Bald bringen wir deinen Esel zurück.“ (Jünger und Esel laufen zu Jesus zurück)

An der Hauptstraße warteten viele Menschen. Alle drängten sich um einen, der Jesus genannt wurde. Jesus erzählte gerade, dass Gott alle Menschen lieb hat. Viele Menschen wanderten in diesen Tagen nach Jerusalem zum Passahfest, bei dem sie sich an den Auszug aus Ägypten erinnern.

Da setzte sich Jesus ganz sanft auf mich. (Jesus auf Esel setzen)„Moment mal“, dachte ich, „ein König sollte doch auf mir reiten! Vielleicht war Jesus müde und ruhte sich auf mir aus, bis der König kommt?“ Immer mehr Menschen gingen mit uns. Sie freuten sich und jubelten Jesus zu. Viele zogen ihre Mäntel aus und legten sie vor uns auf die Straße, wie sie es normal nur für Könige tun. (evtl. Puppenkleider auf den Weg legen)

Ich lief darüber wie auf einem weichen Teppich. Andere schnitten Zweige von den Palmen, jubelten uns zu und schmückten damit die Straße.

(Palmzweig auf den Weg legen)

Meine Tritte waren kaum zu hören. Langsam begriff ich: Für diese Menschen war Jesus ein König, ein Friedenskönig. Ich durfte einen Friedenskönig nach Jerusalem bringen. Es war ein festlicher Zug. Alle riefen und sangen: Hosianna. Lobt Gott!

Als wir durch das Stadttor kamen (Jesus auf dem Esel und seine Jünger nach Jerusalem hinter das Stadttor stellen)jubelten uns auch in Jerusalem alle Menschen zu. Aber nein, nicht alle jubelten. Da waren einige Menschen, die starrten böse zu Jesus und zu mir. Sie steckten ihre Köpfe zusammen. Die hatten bestimmt nichts Gutes im Sinn. Doch schon waren wir an diesen Menschen vorbei und ich sah nur noch fröhliche Menschen.

Abends wurde ich von zwei Männern wieder nach Hause gebracht. (Esel und zwei Freunde bringen mich nach Betanien zurück)

Im Stall angekommen schlief ich schnell ein und träumte von diesem wunderschönen Tag!
Singt oder hört gemeinsam das Lied: „Jesus zieht in Jerusalem ein“ (siehe grünes Liedblatt)

  1. Überlegt nun gemeinsam: Worauf freue ich mich? Was ist meine Hoffnung, die ich mit Jesus verbinde? Welche Sehnsucht habe ich? Schreibt oder malt was euch dazu einfällt auf die runden Kreise, die ihr in der Tüte findet. (Hinweis: Diese Kreise braucht ihr für Gründonnerstag/Karfreitag und für Ostern wieder.)
  2. Singt oder hört gemeinsam das Lied: „Bist du groß oder bist du klein“ (siehe grünes Liedblatt)
  3. Gottes guter Segen begleite euch. Wenn ihr wollt könnt ihr Gesten dazu machen:

Gottsei vor dir, um dir den Weg zu zeigen. – Arme vor sich ausstrecken
Gott sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen. – Arme seitlich halten
Gott sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst. – Arme nach unten strecken
Gott sei um dich herum, um dich zu trösten, wenn du traurig bist. – Arme um dich nehmen
Gott sei in dir, wenn du fröhlich bist. – Arme auf dein Herz legen.
So segne dich der gütige Gott. Heute und an allen Tagen. AMEN

Singt oder hört zum Abschluss ein Lied: Vom Anfang bis zum Ende (siehe grünes Liedblatt)
Wenn ihr wollt fotografiert euren Palmbuschen oder eure nachgebaute Bibelstelle und schickt sie an: Angela.Beck(at)drs.de

Das Kindergottesdienstteam freut sich von euch zu hören.
Wir wünschen allen einen gesegneten Palmsonntag!
Euer Kindergottesdienstteam St. Johannes